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Seit 25 Jahren mit den Höhnern durch Heiligenrode

Endlich ist die fünfte Jahreszeit wieder angebrochen und die bunten Kostüme in knalligen Farben dürfen herausgeholt werden. Wie es der Brauch der Ski- und Laufabteilung des TSV Heiligenrode will, besteht die Verkleidung beim alljährlichen Rosenmontagslauf aus einem möglichst altmodischen Nachtgewand über den Laufklamotten. Seit 25 Jahren ist dieser ganz besondere Lauf ein fester Termin von vielen Heiligenrödern. Wenn auch sonst die sportliche Aktivität im Vordergrund steht, ist der Rosenmontag ein Tag, an dem die Priorität nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Lautstärke liegt.

Jedes Jahr ziehen die Abteilungsmitglieder an Rosenmontag durch Heiligenrode, besuchen Helfer und Freunde des Vereins und bringen gute Laune an die Haustüren. Als Dank bekommen die Narren natürlich von jedem einen kleinen Schnaps, sodass die ohnehin gute Stimmung immer ausgelassener wird, je weiter der Abend voran schreitet.

 

Zum ersten Mal zog die Lauftruppe 1993 durch das Dorf. Eigentlich entstanden aus der Idee mal eine andere Faschingsfeier abzuhalten, klingelten sie bei Bekannten und verkündeten die Narrenzeit. Das beim Auszug gerufene Helau wurde nach Kasseler Mundart zu „Mäh au!“, also auch wir feiern den Karneval. Die damals gelaufene Strecke über drei Kilometer hat sich bis heute kaum verändert. Zu den festen Anlaufpunkten zählen neben etwaigen Unterstützern der Abteilung das Dienstleistungszentrum Dedecke, der Edekamarkt Schmoll und die Dorfpizzaria Cavallino. Die jeweiligen Besitzer empfangen die TSVler mit viel Humor und einem stärkenden Trunk, während im Gegenzug die Kundschaft von den Läufern bestens unterhalten wird. Inzwischen sind die besuchten Bekannten nicht so unvorbereitet wie vor 25 Jahren, denn sie warten bereits mit herausgestellten Flaschen auf die Ankunft der Sportler. Mit der Zeit wurde das Event auch von den Veranstaltern weiterentwickelt. So sorgte Wolfgang Eger schnell dafür, dass der tragbare CD-Player nicht fehlen durfte, um auch auf dem Weg für genügend Euphorie zu sorgen und um die Ankunft der Heiligenröder frühzeitig anzukündigen. Zusätzlich wird eine Kiste voller kleiner Überraschungen mitgenommen, aus der jeder Besuchte sich etwas aussuchen darf. Wolfgang und Olaf Katzer, die beiden Hauptorganisatoren, kümmern sich seit den letzten Jahren sogar um eine kleine Choreographie oder ein selbst gedichtetes Lied, dass die ganze Truppe bei jedem Stopp vorträgt. So wurden schon ein paar schnelle Takte zu dem Lied „Timber“ von Kesha getanzt und dieses Jahr heißt es „morgens, mittags, abends, ich will laufen“. Aus dem CD-Player ist inzwischen Olafs bekannter Partyrucksack mit eingebautem Lautsprecher geworden, der einen großen Teil dazu beiträgt, dass die Läufer nicht unbemerkt durch das Dorf ziehen.

In diesem Jahr feiert nicht nur der Rosenmontagslauf sein Jubiläum, denn Olaf und Petra, beide fast seit Beginn dabei, wurden bei eben diesem Lauf vor 15 Jahren am 03.03.2003 ein Paar. Für sie hat dieser Umzug daher immer wieder eine ganz besondere Bedeutung, dieses Mal umso mehr, da die beiden am 03.03. heiraten werden.

Mit den besten Schlager- und Karnevalhits ist die Strecke nach einigen Stunden geschafft und es wird im geschmückten Vereinsraum mit allen Abteilungsmitgliedern bis in die Morgenstunden weiter gefeiert.

Isabell Eger

Bild 1: Wo alles begann

   

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