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Frankfurt Marathon 2013

16 Grad, tausende, jubelnde Zuschauer, 20.000 ehrenamtliche Helfer, 20 Musikgruppen und Bands. 14.964 Läufer aus 96 verschiedenen Nationen. Das alles hatte der 32. Frankfurt Marathon zu bieten. Mit der hohen Teilnehmerzahl erreicht der Marathon sein drittbestes Ergebnis. Es ist unvorstellbar, wie viel Zeitaufwand und Energie für so einen Marathon nötig sind. Doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Man spürt die Begeisterung und den Elan der Helfer und Organisatoren. Diese stellten allein für die Verpflegungsstationen 450.000 Becher auf. Das Gefühl ist einfach unglaublich, bei so einem großen Ereignis dabei zu sein. Am 27. Oktober 2013 sah man, wofür tausende Helfer wochenlang gearbeitet haben.

Die Nudelparty

Schon ein Tag zuvor spürte man bei der großen Nudelparty die Vorfreude auf die 42,195 km lange Strecke. Es herrschte eine super Stimmung, denn viele Läufer nutzten das Angebot am Vorabend des Marathons, ihre Vorbereitung mit einer gemeinsamen Portion Nudeln perfekt abzurunden. Die Kohlenhydrate der Nudeln sollen die Ausdauer für den Lauf noch einmal verbessern. In der Festhalle gab es eine große Party, auf der Bühne wurde ein tolles Programm geboten. Es gab schöne Tanzeinlagen von Cheerleadern und prominente Gäste, die den Läufern noch ein paar Tipps mit auf den Weg gaben. Man konnte noch mit anderen Teilnehmern Erfahrungen austauschen und sich über Ziele und Vorbereitung unterhalten.

3,2,1 LOS!

Am Sonntag war es dann soweit. Der Tag auf den Tausende hin fieberten. Auf den sie sich wochenlang vorbereiteten. Denn ein Marathon beginnt nicht erst am Start. Man bereitet sich schon so viel früher darauf vor.

Die Atmosphäre am Start ist unglaublich. Man spürt die Nervosität, die Vorfreude und die Erwartung unter den Läufern. Und das tolle ist, dass alle irgendwie verbunden sind. Egal welche Hautfarbe, welches Alter, welche Vorbereitung, welche Vorsätze, welche Hoffnungen, welche Einstellung. Denn alle haben dasselbe Ziel. Sie alle wollen in die Frankfurter Festhallen einlaufen. Man lernt so viele Läufer kurz kennen und erhält einen kleinen Blick in ihr Leben. Zum Beispiel hört man Gespräche über die Bestzeit und über die erhoffte Zeit des Tages.

Zudem gab es am Sonntag eine Premiere in Deutschland. Noch nie zuvor starteten an einem Marathon fünf Läufer mit Bestzeiten von unter 2:05:30 h oder drei Frauen unter 2:22 h, wie es in Frankfurt der Fall war.

TSV Heiligenrode

Ein paar Läufer des TSV fanden ebenfalls den Weg in die Großstadt.

Sascha Fink meldete sich nach einer Wette mit seinem Sohn für den Marathon an. Daraufhin trainierte er hart und sehr regelmäßig mit viel Unterstützung seiner Freunde und Familie. Aufgeregt blickte er dem großen Tag entgegen. Vor allem das Unwissen, was einen überhaupt erwartet, wie das Wetter ist, wie funktioniert das dann alles, wie ist die Stimmung, bereitete ihm Nervosität. Doch kurz vor dem Start und nach ein paar Schwätzchen mit einigen Freunden war dann alles vergessen. Um 10:37 Uhr fiel der Startschuss und es ging endlich los. Die ersten Kilometer liefen gut und nicht zu schnell. Kurze Zeit später find es dann leider an zu regnen. Doch das eigentliche Problem war nicht der Regen, sondern der Wind. Die Zuschauer und Bands am Streckenrand taten ihr Bestes um die Läufer zu motivieren und zu unterstützen. Dies klappte auch sehr gut, denn so konnte man die größte Anstrengung ausblenden. Ab Kilometer 30 hob sich die Anstrengung dann nochmal. Der größte Teil der Strecke ist zwar geschafft, doch es liegt trotzdem noch so viel vor einem. Die Beine werden immer schwerer und zurück in Frankfurt, die Strecke führt kurzzeitig etwas am Rand entlang, war auch der Wind zurück, der einem die letzten Kilometer nochmal erschwerte.

Auch Jana Koch-Zeißig bereitete sich lange auf den Marathon vor. Ihr Mann Mario und ihre Mutter begleiteten sie und hielten ihren ganz eigenen Marathon ab, indem sie Jana so viel wie möglich anfeuerten und an möglichst vielen Stellen sahen. So hatten auch sie keine Zeit zum Ausruhen und waren ständig mit den völlig überfüllten U- und S-Bahnen unterwegs.

Wolfgang Eger und seine Töchter Jana, Nina und Isabell bildeten zusammen die Staffel „Knilcheteam TSV Heiligenrode“ und teilten sich die Marathonstrecke auf. Isabell übernahm die erste Strecke und blieb so die einzige die nass wurde, da dies die einzige Strecke war, auf der es regnete. Die Zuschauer taten auch hier ihr Bestes und schafften es, die 12 Kilometer lange Strecke nicht langweilig werden zu lassen. Doch nicht nur Zuschauer und Musik halfen voranzukommen, denn auch die Läufer sind schon ein lustiges Volk und so liefen manche im Clownskostüm und motivierten was das Zeug hält oder hatten andere verrückte Kostüme an, die einen ablenkten und neuen Mut schenkten. Pünktlich am ersten Wechselpunkt übernahm dann Nina die zweite, 7 Kilometer lange Strecke. Sie fühlte sich gut und schaffte die Strecke schneller als erwartet. Das war auch ein Grund weshalb ihre Staffelkollegen und Fan Petra Eger leider erst nach ihr den zweiten Wechselpunkt erreichten, da wegen Überfüllung die öffentlichen Verkehrsmittel keine zuverlässige Beförderung ermöglichten. Nina wartete geschlagene 10  Minuten auf die dritte Läuferin Jana. Jana lief sofort schnell los, um etwas der verloren gegangen Zeit wieder einzuholen und auch der Rest der Truppe gönnte sich keine Pause, sondern lief schnell zurück zur U-Bahnstation. Eigentlich sollten die Bahnen alle zehn Minuten fahren, doch aus unbekannten Gründen klappte dies leider nicht und man musste immer 15 Minuten warten. Da man auch umsteigen musste lief das auf 30 Minuten Wartezeit hinaus, die man als Staffelläufer gar nicht hatte. An der richtigen Station angekommen, lief Wolfgang Eger sofort zur letzten Wechselstation um Jana von ihren 9.5 Kilometern abzuholen und selbst loszulaufen. Als er ankam wartete auch Jana leider schon fünf Minuten auf ihn. Also schnell wieder in die Bahn und auf zur Festhalle. Petra stellte sich mit Kamera an den Eingang und Jana, Nina und Isabell gingen ein Stück an der letzten 13.5 Kilometer langen Strecke zurück, passten ihren Vater ab und liefen zusammen mit müden Knochen zum Ziel.

Doch wenn man dann erst mal kurz vor der Festhalle ist, läuft es sich eigentlich von allein. Man merkt kaum noch etwas, denkt nicht mehr an die schmerzenden Beine oder die harte Vorbereitung, man freut sich nur noch auf das Ziel. Der Einlauf in die Festhalle ist einfach unbeschreiblich, das muss man schon selbst erlebt haben. 7000 Zuschauer jubeln einem zu während man über den roten Teppich auf die Ziellinie zuläuft, das ist schon unglaublich.

Zeiten

Geschafft und stolz können alle Läufer super Zeiten vorlegen. Sascha Fink wurde in seiner AK 874. Er absolvierte die erste Hälfte der Strecke in 1:51:18 h und rannte nach 3:49:24 h über die Ziellinie seines ersten Marathons. Insgesamt belegte er Platz 4887.

Jana Koch-Zeißig erreichte die Hälfte in 2:08:11 h und lief bei 4:50:41 h in das Ziel. Sie schaffte damit ebenfalls nach großer Aufregung ihren ersten Marathon. In ihrer AK wurde sie 230 und in der Gesamtwertung kam sie auf Platz 9910.

Das Knilcheteam  war nach 2:17:11 h bei der Halbzeit und lief bei 4:18:33 h in der Festhalle ein (ohne verloren gegangene Zeit: 4:03:33 h).

Ebenfalls als Läufer des TSV starteten Johann-Heinrich Franz und Christian Otte. Johann-Heinrich erreichte insgesamt Platz 2644 und in seiner AK wurde er 301 mit seiner Zeit von 3:28:44 h. Christian wurde in seiner AK 926 und insgesamt schaffte er Platz 8566. Er absolvierte die lange Strecke in 4:16:13 h.

Stefan Selzer hatte sich super vorbereitet und strebte vielleicht sogar, nach einer tollen Saison, eine neue Bestzeit an. Doch leider konnte er wegen einer kürzlich zugezogenen Verletzung nicht starten. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Der Termin für den nächsten Frankfurt Marathon ist der 26.10.2014.

Herzlichen Glückwunsch an alle Läufer für ihre tollen Zeiten und den erfolgreich abgeschlossenen Marathon!!

Die Elite

Wie schon erwähnt trafen dieses Jahr in Frankfurt viele Größen aufeinander. Man kann wohl sagen, dass die Kenianer den Marathon eindeutig für sich gewannen. Die ersten fünf Männer kamen allesamt aus Kenia. Spannend war es vor allem beim Kampf um den 1 Platz. Vincent Kipruto, der Vize-Weltmeister, gegen Marc Kiptoo, der seinen ersten Marathon lief. Die beiden Lands Männer behagten sich die gesamte Strecke und ließen alle anderen weit hinter sich. Letztendlich lief es auf den entscheidenden Schlusssprint auf den letzten Metern hinaus. Kipruto gewann den 32. Frankfurter Marathon vielleicht durch Erfahrung oder durch Glück. Er schoss nach 2:06:15 h über die Ziellinie, Kiptoo folgte ihm eine Sekunde später. Dritter wurde Elijah Kemboi mit einer Zeit von 2:07:34 h. Bester Deutscher wurde Markus Weiß-Latzko. Er erreichte die Festhalle nach 2:21:16 h.

Auch bei den Frauen dominierten die Kenianerinnen. Caroline Kilel gewann dem Frankfurter Marathon zum zweiten Mal. Sie hatte eine schnelle Zeit von 2:22:34 h. Ihr folgte Flomena Chepchirchir nach 2:23:00 h und kam ebenfalls aus Kenia. Eine Sekunde später kam Birhane Dibaba ins Ziel. Sie wurde schnellste Äthiopierin.

Die Hessin Anna Hahner wurde beste Deutsche und stelle ihre persönliche Bestzeit auf. Sie verbesserte sich um über zwei Minuten und belegte Insgesamt den achten Platz mit ihrer Zeit über 2:27:55 h. Ihre Zwillingsschwester Lisa belegte Platz 11, stellte ebenfalls eine neue Bestzeit auf, wurde zweitbeste Deutsche und erreichte das Ziel in 2:30:17 h. Mit ihren tollen Zeiten unterbieten die Hahner-Zwillinge die Norm für die Leichtathletik-EM in Zürich. Sie sind sehr glücklich und stolz mit ihren Ergebnissen.

Man kann also sagen, es war wirklich ein toller Marathon mit vielen aufregenden Ereignissen und tollen Ergebnissen. Jetzt beginnt die Vorfreude auf das nächste Jahr!

Bild 1: Das das gut gelaunte Knilche-Team

   

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