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Zwischenstand: der 30. Heiligenröder Abendlauf

Der 1. Heiligenröder Abendlauf wurde am 20.August 1981 um 19:30 Uhr gestartet.Die

Laufgruppe der Turn- und Leichtathletikabteilung des TSV Heiligenrode hatte im Rahmen der Sport- und Kulturwoche des 3. Heiligenröder Volksfestes die Lauffreunde/innen der Region nach Heiligenrode eingeladen.

Geplant war, diese Veranstaltung alljährlich anlässlich von Volks- und Schützenfesten stattfinden und zu einem festen Bestandteil des Laufangebots im „Kasseler-Osten“ werden zu lassen.

Der Abendlauf hat 3 Jahrzehnte überdauert!

Vom Festzelt an der Karl-Marx-Straße wurden die Teilnehmer auf den 2,5km langen Rundkurs geschickt.

Schüler und Jugendliche (je eine Klasse) hatten 2,5km (eine Runde) zu absolvieren. Frauen (4 Klassen) und Männer (5 Klassen) mussten sich 4-mal zur Hälfte der Distanz über den berüchtigten „Knüppel“ quälen!

Zum Duschen und Umkleiden wurden die Einrichtungen der Sporthalle der Wilhelm-Leuschner-Schule genutzt, da das Stadion erst 4 Jahre später zur Verfügung stand.

Auch der 2. Heiligenröder Abendlauf war Mittelpunkt einer Großveranstaltung: 90 Jahre TSV Heiligenrode – 10 Jahre Gemeinde Niestetal.

Anmeldung, Siegerehrung und Bewirtung der Gäste fand erstmalig in der Gemeindeturnhalle statt, die auch heute noch Zentrum des Geschehens ist.

Die Startklassen für Schüler und Jugendliche wurden erweitert.

Im „Vorcomputerzeitalter“ änderten sich die Melde-, Zeiterfassungs-, Auswertungsverfahren in den ersten 5 Jahren nicht.

Die damaligen Möglichkeiten wie Ablesen und Notieren der Laufzeit, Startkarten- bzw. Startnummernzuordnung, Auswertung am runden Tisch, Festlegung der Ranglisten der Altersklassen, Ergebnislistenfertigstellung mit bis zu 6 Schreibmaschinen und das handschriftliche Anfertigen der Urkunden erforderten ein reibungsloses Funktionieren des Teams.

Wie beim ersten Lauf erhielt noch jeder Teilnehmer eine Urkunde, darüber hinaus konnten sich die Klassensieger (10 Jahresrhythmus!) noch über Pokale und Sachpreise, die Gesamtsieger und teilnehmerstärksten Gruppen und der zeitschnellste Niestetaler über Wanderpokale freuen.

Ab 1983 war aus der Laufgruppe der Turn- und Leichtathletikabteilung die Skiabteilung des TSV Heiligenrode geworden.

Die ersten 4 Läufe wurden dominiert von Britta Ringk, Angelika Stephan, Udo Engelbrecht, Rainer Gutschank und Thomas Hahn.

1984 zum 4. Abendlauf schlossen sich die Veranstalter OSV Vellmar, LC Marathon 80 Rothenburg, LG Kaufungen, TSV Heckershausen, TG Wehlheiden, TSV Heiligenrode und der Ski-Club Meißner Eschwege zur „Nordhessischen Abendlaufserie“ zusammen. Die Seriensieger/innen wurden nach der DLV – 1000 Punkte-Wertung ermittelt.

5 von den angebotenen 7 Läufen kamen in die Wertung. Die erste Abschlussveranstaltung fand in Sontra (SCM) statt.

1985 war es endlich so weit: Das neue Stadion war nun Dreh- und Angelpunkt des Wettkampfgeschehens. Die neue Strecke wurde durch die Herausnahme des „Knüppels“ und einer Erweiterung in Richtung Autobahn entschärft. Die 3 Kilometerrunde musste 3-mal gelaufen werden.

Die Abendlaufserie wurde nach nur 2 Jahren schon 1986 vom Nordhessenpokal abgelöst, der schon 1987 in Nordhessen-Cup der Brandkasse umbenannt wurde. 15 nordhessische Veranstalter schlossen sich zu einer Pokalwertung zusammen. Für die folgenden Jahre war der rührige Werner Glöckner von der LTG Fuldabrück als Verantwortlicher für diese hessenweit einmalige Einrichtung zuständig.

Im Vereinsheim der LTG wurden in den nächsten Jahren die Durchführungsbestimmungen beschlossen (Klasseneinteilung, Werbung, Orga-Läufe, Streckenlänge (anfangs nur 10km), Siegerehrung, Neuaufnahme), die z.T. heute noch gültig sind.

Die Auswertung erfolgte erstmalig per Computer. Die Ergebnisse mussten nicht mehr durch Eilboten nach Melsungen zu Sportsfreund Büttner gebracht werden.

Ab 1987 gab es eine Serienwertung über 5km für Schüler/innen, über 10km für Jugend und Erwachsene und eine Langstrecke für Männer und Frauen.

1992 der TSV Heiligenrode feiert sein 100 jähriges Jubiläum.

Die Skiabteilung erweitert ihr Angebot um die 1000 m Distanz für Schüler/innen und einen Halbmarathon, der auf einem 2-mal zu durchlaufenden Rundkurs durch die Gemarkung zu absolvieren war.

1993 änderte die Serienwertung ihren Namen in Nordhessen-Cup der Hessisch-Thüringischen Brandversicherungsanstalt Kassel – Erfurt! Toll! An der Serienwertung und den Durchführungsbestimmungen des Heiligenröder Abendlaufes wurden bis 1997 keine Änderungen vorgenommen. Erst 1998 beschlossen die Mitglieder der Skiabteilung den 3 km Asphaltkurs im Ort durch eine 5 km Strecke in der Gemarkung zu ersetzen. Die typische „Heiligenröder Atmosphäre“ hatte sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Eine Verlegung in die Natur war organisatorisch problemloser zu managen, denn Straßensperrungen, Anwohnerbenachrichtigungen und Genehmigungsverfahren entfielen. Der Bambini-Lauf, 1 Runde im Stadion, die 1000m Läufe der Schüler/innen und die Zwischen- und Endrunden der 5, 10 und 18,6 km Läufer/innen, kommentiert von Stadionsprecher Manfred Landgrebe und Abteilungsleiter Gerhard Becker, ersetzte die Straßenlaufstimmung der vergangenen Jahre. Dem allgemeinen Trend folgend wurde ab 2004 eine Nordic-Walking – Strecke (5 km) als Rahmenveranstaltung ohne Wettkampfcharakter angeboten.

Ab 2009 bietet der TSV Heiligenrode keinen Organisatorenlauf mehr an!

30 Jahre waren die Mitglieder der Laufgruppe, bzw. Skiabteilung bemüht den Läufer/innen der Region ein guter Gastgeber zu sein und alle Bedingungen optimal zu gestalten.

Einladungen – anfänglich noch in Handarbeit hergestellt – mussten verteilt, die Strecke vermessen und ausgeschildert, das Kuchenbuffet, Speisen und Getränke organisiert und Auszeichnungen ( Urkunden, Pokale, Sachpreise ) bereitgestellt werden.

Das Räderwerk der Veranstaltungsmaschinerie sollte möglichst ohne nennenswerte Stockungen laufen. Dank moderner Computertechnik – hier ist das Ende der Entwicklung noch nicht abzusehen – sind Zeiterfassung, Auswertung und Urkundenanfertigung im Vergleich zu den ersten Läufen wesentlich schneller erledigt.

Die Ergebnisweitergabe an Teilnehmer, Vereine und an die Zentrale des Nordhessencups Armin Hast in Breitenbach erfolgt per „Mausklick“ (!?).

Zwischenstand: 25. Heiligenröder Bahnlaufserie

1985 wurde das neue Stadion in Niestetal-Heiligenrode eingeweiht. Ein Traum war für die TSVer in Erfüllung gegangen. Schon 1984 hatten die Verantwortlichen der Ski-Abteilung die Durchführung einer Bahnveranstaltung auf der schnellen Kunststoffanlage ins Auge gefasst. Das Genehmigungsverfahren gestaltete sich aber als fast unüberwindliches Hindernis. Durfte doch eine Ski-Abteilung eines Vereins keine DLV-Läufe veranstalten!

Erst nach langen, intensiven Gesprächen mit Vertretern des DLV-Kreises und den Vorständen der in der LG Heiligenrode/Kaufungen zusammengeschlossenen LG Kaufungen und der Turn- und Leichtathletikabteilung des TSV Heiligenrode wurde die Ski-Abteilung des TSV Mitglied dieser LG und dem eigenverantwortlichen Ausrichten von Leichtathletikveranstaltungen stand nichts mehr im Wege.

Am Freitag, dem 25.09.1985 fiel endlich der Startschuss zum 3000 m-Lauf der 1. Heiligenröder Bahnlaufserie. Der 5000 m-Lauf (02.10.), der 10000 m-Lauf (09.10.) und der Stundenlauf (23.10.) sahen schon in ihrer ersten Auflage spannende Wettkämpfe der Aktiven der gesamten Region. Für den Ausrichter waren diese ersten 4 Läufe ein „Pilotprojekt“, denn unter der besonders kritischen Beobachtung der DLV-Aufsicht durften keine Fehler unterlaufen!

Die Grundeinstellung der Verantwortlichen basierte auf der Überlegung, nicht nur für Spitzenathleten der Region diese Bahnserie zu veranstalten, sondern allen Mitgliedern

eines dem DLV gemeldeten Vereins und allen Altersklassen die Teilnahme zu ermöglichen.

Durch ein spezielles Einwahlverfahren mit der Vorgabe von Richtzeiten war es möglich, relativ leistungshomogene Startgruppen zu bilden. Vom Volksläufer bis zum Lauf der „Asse“ hatte jeder die Chance in seinem Lauf persönliche Bestzeit, die Qualifikationsnorm für eine Meisterschaft oder einen Platz in Bezirks- oder Landesbestenlisten zu erreichen. Auch die Rahmenbedingen sollten für ein Wiederkommen im nächsten Jahr sorgen: Die Laufkommentierung durch Manfred Landgrebe, die Musikauswahl, die legendären „Heiligenröder Brötchen“ und nicht zuletzt die umsichtige Betreuung durch das Veranstalterteam sollten diese Entscheidung erleichtern.

Besonders beim Stundenlauf hatten die Rundenzähler eine große Verantwortung. Jede Runde musste auf dem Zählblatt abgestrichen und nach dem „Abschuss“ der 60 Minuten das mit dem Laufrad ermittelte Gesamtergebnis komplettiert werden.

Ständig war man in den Folgejahren bemüht, die Werbung zu intensivieren, die Durchführungsbestimmungen zu optimieren und in der Urkunden-, Pokal- und Sachpreisevergabe (Ahle Wurscht) kreativ zu sein.

Der Erfolg blieb nicht aus!

Läuferinnen und Läufer aus Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen,

Thüringen, Sachsen-Anhalt und Hessen lernten diese hessenweit einmalige Veranstaltung schätzen. Viele Bestzeiten wurden gelaufen. Besonders in den Altersklassen wurden hervorragende Ergebnisse erzielt. Hervorzuheben ist der Europarekord von Gerhard Reidemeister (M 70) über 10 000 m. Auch die Leistungen von Mira Sax, Angelika Stephan und Astrid Bardenheuer waren bestenlistenfähig. Bei den ersten 4 Läufen durften Frauen und Männer nicht gemeinsam starten. Ab 1992 musste der Veranstalter wegen der großen Nachfrage einen zweiten Stundenlauf anbieten.

1997 wurden erstmals Schüler- und Schülerinnenläufe ins Programm aufgenommen. Anfangs konnten nur die älteren Jahrgänge über 800 m(w), 1000 m (m) und 2000 m (w+m) an zwei Abenden ohne eine Serienwertung ihre Kräfte messen.

2001 wurde zum Jahr der Erneuerung. Der Stundenlauf war nach DLV-Beschluss keine Meisterschaftsdisziplin mehr. Der TSV nahm ihn aus der Serie und ersetzte ihn durch einen 1500 m- Lauf. Ein 3. Schülerlauf für alle Altersklassen wurde eingebaut und eine Serienwertung eingerichtet.

2009 erfolgte erstmals die Zeiterfassung elektronisch!

Alle diese Umstellungen führten zu höheren Teilnehmerzahlen. Konnte man in den ersten Jahren 180 bis 300 Starts verzeichnen, freuten sich die TSVer 2009 über 546.

Seit über zwei Jahrzehnten heißt es nun schon:

Jeden Mittwoch im September auf die Bahn nach Heiligenrode!

   

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